Vom Umspannwerk Dresden-Klotzsche zum Umspannwerk Rähnitz wird eine neue 110-kV-Hochspannungstrasse errichtet (siehe Karte). Die etwa fünf Kilometer lange Trasse ist Bestandteil der intensiven Ausbauarbeiten im Hochspannungsnetz der Stadt Dresden.
Der Bau erfolgt als unterirdischer Kabelkanal in der Bauweise ‚Schutzrohre im Betonblock‘. Gebaut wird hauptsächlich in offener Bauweise.
Die Arbeiten im Abschnitt zwischen den Umspannwerken an der Königsbrücker Straße sind im Jahr 2025 erfolgt und abgeschlossen. Im Bereich Hellerau ist die Trassenänderung beantragt, der Bau beginnt im Mai/Juni 2026. Im Stadtteil Rähnitz beginnen die Bauarbeiten im Jahr 2026. Die gesamte Leitung soll 2028 in Betrieb gehen.
Die Abbildung ist eine schematische, zweidimensionale Karte des nördlichen Teils von Dresden. Dargestellt sind die Stadtteile Klotzsche, Hellerau, Trachenberge und Rähnitz sowie den Flughafen Dresden. Die Karte verwendet überwiegend helle Grau‑ und Weißtöne für Flächen und Straßen.
Mehrere Umspannwerke sind klar hervorgehoben und mit Text beschriftet. Jedes Umspannwerk ist durch ein kleines orangefarbenes Quadrat markiert:
- rechts unten befindet sich das Umspannwerk Klotzsche
- etwas oberhalb davon liegt das Umspannwerk Dresden‑Nord in direkter Nähe zum Industriegebiet von Infineon
- links oben ist das Umspannwerk Rähnitz dargestellt.
- weiter nordwestlich liegt das Umspannwerk Altwilschdorf
Zwischen diesen Umspannwerken verlaufen mehrere Stromtrassen, die durch unterschiedliche Farben und Linienarten unterscheidbar sind:
- eine bestehende Trasse ist als schwarze, gestrichelte Linie eingezeichnet
- eine Industriewasser‑Trasse ist blau gestrichelt dargestellt
- eine alternative 110‑Kilovolt‑Trasse ist grün gestrichelt gekennzeichnet
Die Trassen verlaufen überwiegend von Südosten nach Nordwesten durch das Gebiet von Hellerau und binden die dargestellten Umspannwerke miteinander.
Straßen sind als weiße Linien dargestellt und teilweise beschriftet, darunter unter anderem die Königsbrücker Landstraße, die Karl‑Marx‑Straße, die Boltenhagener Straße und der Klotzscher Weg. Fließgewässer erscheinen als schmale blaue Linien.
Größere Industrie‑ und Gewerbeflächen sind in dunklerem Grau markiert und beschriftet. Sichtbar sind die Standorte von Infineon, Robert Bosch Semiconductor, einem Globus Baumarkt sowie ein geplantes ESMC‑Werk. Der Flughafen Dresden ist im oberen rechten Bereich der Karte durch große, längliche Flächen für die Start‑ und Landebahnen deutlich kenntlich gemacht.
Die Karte dient der räumlichen Orientierung und dem Vergleich verschiedener Trassenführungen im Zusammenhang mit der Energieversorgung im Dresdner Norden. Es gibt keine Maßstabsangabe und keine Darstellung von Höhenunterschieden.
Fragen und Antworten zum Trassenbau vom Umspannwerk Dresden-Klotzsche bis zum Umspannwerk Rähnitz
Die Vorplanung mit der Trassensuche begann Anfang 2024. Dieser komplexe Prozess erstreckte sich über mehrere Monate und mündete in der zweiten Jahreshälfte 2024 in einer Entscheidung.
Die 110-kV-Erdkabeltrasse stellt eine Verbindung im Hochspannungsnetz zwischen den Umspannwerken Dresden-Klotzsche, Dresden-Nord und Rähnitz her. Diese 110-kV-Leitung ist Bestandteil des vermaschten öffentlichen Hochspannungs-Verteilnetzes, welches das unterlagerte Mittel- und Niederspannungs-Verteilnetz speist, über welches wiederum die Haushalte im Gemeindegebiet versorgt werden. Damit sorgt die 110-kV-Leitung für zusätzliche Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger, Gewerbetreibenden und der ansässigen Industrie.
Die 110-kV-Kabelanlage wird in der Regel in Schutzrohren in einem Betonblock in einer Tiefe von 2 bis 2,5 Metern verlegt. Sollte es erforderlich sein, kann die Tiefe auch abweichen.
Auf der Trasse im Moritzburger Weg liegen bereits Hochspannungs- sowie Abwasserleitungen – hier ist in den Rohren schlichtweg kein Platz mehr. Die Leitungen dort können aus ebendiesen Platzgründen auch nicht mit einem höheren Querschnitt versehen werden, was aber notwendig wäre, wenn man die Stromlast erhöhen würde.
Nein, für Rähnitz findet keine neuerliche Trassensuche statt.
Die Radeburger Straße wurde intensiv untersucht, schied jedoch aus mehreren Gründen aus: Zum einen befinden sich dort bereits zahlreiche Versorgungsleitungen im Untergrund. Zum anderen ist die Verlegung einer Fernwärmehauptleitung geplant, die für die künftige Wärmeversorgung der Stadt Dresden von zentraler Bedeutung ist. Der verfügbare Raum reicht daher nicht aus, um zusätzlich eine 110-kV-Kabelanlage sicher zu verlegen.
Darüber hinaus ist die Radeburger Straße eine wichtige Nord-Süd-Verkehrsader der Stadt Dresden. Insbesondere in der Zeit der Sanierung der Königsbrücker Straße kommt ihr eine noch größere Bedeutung zu, sodass eine Sperrung nicht erfolgen kann.
Die Kabel haben mindestens eine Lebensdauer von 50 bis 100 Jahren. Selbst wenn Kabel altersbedingt ausgetauscht werden müssten, würden nur punktuelle Tiefbauarbeiten an einzelnen Verbindungspunkten der Kabel stattfinden.
Es bestehen keine Gesundheitsrisiken. Beim Bau einer Hochspannungsleitung gewährleisten wir eine konsequente Einhaltung der rechtlichen Vorgaben. Dazu gehört die 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, kurz 26. BImSchV. Diese enthält die aktuellen staatlichen Vorgaben zum Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen. Sie dient der Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder. Die letzte Neufassung der 26. BImSchV stammt von 2016.
Das Regelwerk speist sich aus aktuellen wissenschaftlichen Kenntnissen zu den Auswirkungen elektrischer, magnetischer und elektromagnetischer Felder auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt allgemein. Elektrische Felder werden durch den Kabelaufbau komplett abgeschirmt. Für Magnetfelder sind Vorgaben für Abstände und weitere wichtige Parameter festgelegt. Alle diese Regeln wurden und werden von SachsenNetze und ihren Partnern bei Planung, Bau und Betrieb der 110-kV-Leitung auch in Hellerau eingehalten, die vorgegebenen Grenzwerte werden deutlich unterschritten (bereits ab einem Abstand von 4m zur Trassenmitte fällt der Wert im Normalbetrieb um das nahezu 100fache deutlich gegenüber dem Grenzwert ab). Vor diesem Hintergrund liegt keine objektive Gefahr für alle Anwohner, für spielende Kinder oder kranke Mitbürgerinnen und Mitbürger vor.
Auch das Bundesamt für Strahlenschutz bestätigt, dass die aktuellen Grenzwerte vor nachgewiesenen schädlichen Wirkungen elektrischer und magnetischer Felder schützen.
Die Nähe von Hochspannungsleitungen und Wohngebäuden ist in Stadtgebieten üblich und aufgrund enger Bebauung nicht zu vermeiden. 110-kV-Hochspannungsleitungen werden heutzutage in Stadtgebieten in der Regel als Erdkabel verlegt.
Durch 110-kV-Leitungen entsteht keine Bodenerwärmung.
Im Jahr 2025 begannen die Bauarbeiten im Bereich zwischen den Umspannwerken Dresden-Klotzsche und Dresden-Nord. Im Heller und in der Beckerstraße (Rähnitz) beginnen die Bauarbeiten im Jahr 2026. Die Terminierung der weiteren Bauabschnitte folgt. Die Anlieger werden rechtzeitig informiert, Umleitungen werden entsprechend eingerichtet und ausgewiesen.
Wir informieren kontinuierlich und tauschen uns aktiv mit der Öffentlichkeit aus: Wir gehen in den Dialog mit Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern und aktualisieren diese Projektwebsite regelmäßig. Anfragen zum Projekt beantwortet Ihnen unsere Ansprechpartnerin.
Service-Telefon
0800 0320010 (kostenfrei)
Montag - Freitag: 07:00 - 19:00 Uhr
Fragen zum Netzanschluss
0351 5630-27272
Gas: 0351 50178880
Strom: 0351 50178881
Wasser*: 0351 50178883
Fernwärme*: 0351 50178884
* im Auftrag der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH
Fragen zum Netzanschluss
Netzanschlussvorhaben@SachsenEnergie.de