Netzzugang Gas

Der Zugang zu den Gasnetzen der SachsenNetze erfolgt diskriminierungsfrei und stets gemäß den aktuellen Bedingungen des Energiewirtschaftsgesetzes. Hier finden Sie alle Informationen zu Preisen und vertraglichen Grundlagen.

Netzentgelte

Alle an den Netzen der SachsenNetze angeschlossenen Netzkunden werden über ein jährliches Netznutzungsentgelt entsprechend der Verordnung über die Entgelte für den Zugang zu Gasversorgungsnetzen (GasNEV) an den allgemeinen Netzkosten beteiligt.  Die Bestimmung der Erlösobergrenze als Basis für die Kalkulation der Netzentgelte erfolgt nach der Verordnung über die Anreizregulierung der Energienetze (ARegV).

Die Netzentgelte gelten für den Netzzugang von den örtlichen Verteilnetzen der SachsenNetze bis zum virtuellen Handelspunkt im Marktgebiet GASPOOL. Im Netzentgelt sind die Kosten für die Inanspruchnahme aller vorgelagerten Netzebenen enthalten.

Die Nutzer der Netze der SachsenNetze entrichten Netzentgelte entsprechend der vorhandenen Messeinrichtung (Entnahmestellen mit Leistungsmessung bzw. ohne Leistungsmessung) in den Gasnetzen der SachsenNetze.

Entgeltbestandteile für eine Entnahmestelle im Verteilungsnetz der SachsenNetze

  1. Die Netznutzungsentgelte setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen:
    1. dem Entgelt für die Netznutzung entsprechend GasNEV (Leistungs- und Arbeitspreis bzw. Grund- und Arbeitspreis) inkl. Biogaszuschlag und Marktraumumstellungsumlage
    2. der Konzessionsabgabe entsprechend der gültigen Konzessionsabgabenverordnung und dem zwischen der Gemeinde und SachsenEnergie AG abgeschlossenen Konzessionsvertrag,
    3. und ggf. Sonderentgelten nach § 20 GasNEV.
  2. Die Höhe des Entgeltes für Messstellenbetrieb hängt von der technischen Auslegung des Netzanschlusses und der Mess- und Steuereinrichtung sowie deren Inanspruchnahme ab.
  3. Zur Gesamtsumme aus Netznutzungsentgelt und dem Entgelt für Messstellenbetrieb kommt die jeweils gültige Umsatzsteuer hinzu.

Auf der Grundlage unserer Preisblätter haben Sie die Möglichkeit, das für Sie relevante Netznutzungsentgelt sowie das Entgelt für  Messstellenbetrieb zu ermitteln. Sie finden die Preisblätter im nachfolgenden Downloadbereich.

Ausgleichsleistungen

Ausgleichsleistungen sind Dienstleistungen zur Bereitstellung von Energie, die zur Deckung von Verlusten und für den Ausgleich von Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisung benötigt wird. Die Kosten zur Deckung von Verlusten im örtlichen Verteilnetz sind Bestandteil der Netzentgelte. Differenzen zwischen Ein- und Ausspeisungen sind vom Lieferanten bzw. Bilanzkreisverantwortlichen auszugleichen.

Mehr-/Mindermengen

Mit Mitteilung Nr. 46 zur Umsetzung der Beschlüsse GPKE und GeLi Gas vom 22.01.2015 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) festgelegt, dass ab 1. April 2016 die Ermittlung und Abrechnung von Mehr- und Mindermengen entsprechend der Prozessbeschreibung „Prozesse zur Ermittlung der Abrechnung von Mehr-/Mindermengen Strom und Gas" vom 14. Oktober 2014 von den Verbänden BDEW, VKU, GEODE, AFM+E und bne zu erfolgen hat.

Entsprechend der Anlage 2 dieser Prozessbeschreibung  ist die Ermittlung der Mehr- und Mindermengenpreise für Gas durch den zuständigen Marktgebietsveranwortlichen vorzunehmen. Die Veröffentlichung erfolgt durch die GASPOOL Balancing Services GmbH.

Marktgebietszuordnung

Alle Entnahmestellen aus dem Gasnetz der SachsenNetze sind dem Marktgebiet GASPOOL zugeordnet.

Voraussetzungen für den Netzzugang

Folgende Voraussetzungen für den Netzzugang sind erforderlich:

  • Netzanschlussvertrag
  • Anschlussnutzungsverhältnis/-vertrag
  • Netznutzungsvertrag oder Lieferantenrahmenvertrag

Die SachsenNetze sind der Kooperationsvereinbarung beigetreten. Sie regelt den Netzzugang entsprechend. Die Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen regelt alle Einzelheiten, die für einen transparenten, diskriminierungsfreien, effizienten und massengeschäftstauglichen Netzzugang notwendig sind.

Die jeweils aktuelle Version finden Sie auf der Internetseite des BDEW:

Kooperationsvereinbarung Gas beim BDEW

Lieferantenrahmenvertrag und Netznutzungsvertrag

Der Lieferantenrahmenvertrag/Netznutzungsvertrag, der zwischen Netzbetreiber und Transportkunden/Netznutzer geschlossen wird, regelt die Rechte und Pflichten der Vertragspartner hinsichtlich des Zugangs zum Gasversorgungsnetz der SachsenNetze nach § 20 Abs. 1b EnWG. Der vorliegende Lieferantenrahmenvertrag entspricht der Anlage 3 der aktuellen Kooperationsvereinbarung.

Registrierung gemäß § 6 Abs. 1 GasNZV: Gern unterbreiten wir Ihnen ein Vertragsangebot. Bitte lassen Sie sich unter Verwendung des entsprechenden Kontaktdatenblattes gemäß Anlage 2 des Lieferantenrahmenvertrages rechtzeitig (bspw. 2 Monate vor Lieferbeginn) beim Netzbetreiber registrieren.

Bestätigung der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen nach § 33 (2) Mess- und Eichgesetz

Im Zuge der Novellierung des Mess- und Eichgesetzes (MessEG) bestätigen wir Ihnen hiermit gemäß § 33 (2) MessEG, dass die von SachsenNetze eingesetzten Messgeräte die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Ebenfalls bestätigen wir, dass die SachsenNetze in den Marktrollen Netzbetreiber Gas (9870076300002 SachsenNetze HS.HD GmbH; 9870075000009 SachsenNetze GmbH) die für Messgeräteverwender bestehenden Verpflichtungen erfüllt.

Lastprofile - Bilanzierung

Im Zuge der Gasmarktliberalisierung und der Gewährleistung des Netzzugangs für Lieferanten sind vereinfachte Verfahren, im Besonderen bei der Belieferung im Kleinkundenbereich, zu entwickeln.

Insbesondere die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) vom 03.09.2010 weist im § 24 u. a. darauf hin, dass die Netzbetreiber für die Abwicklung der Gaslieferung an Letztverbraucher bis zu einer maximalen stündlichen Entnahme von 500 kW und bis zu einer maximalen jährlichen Entnahme von 1,5 Millionen kWh vereinfachte Methoden (Standardlastprofile) anzuwenden haben.

Grundsätzlich lassen sich das analytische und das synthetische Lastprofilverfahren unterscheiden. Gemäß GasNZV ist für die Bilanzierung von Lastprofilkunden eines der genannten Verfahren anzuwenden.

Die SachsenNetze wendet seit dem 01.01.2021 das synthetische Lastprofilverfahren an.

Grundversorger

Nach § 36 Abs. 2 Satz 2 EnWG sind Betreiber von Energieversorgungsnetzen der allgemeinen Versorgung im Sinne von § 18 Abs. 1 EnWG verpflichtet, alle drei Jahre jeweils zum 01. Juli, den Grundversorger für die nächsten drei Kalenderjahre festzustellen sowie dies bis zum 30. September des Jahres im Internet zu veröffentlichen.

Grundversorger ist nach § 36 Absatz 2 Satz 1 das Energieversorgungsunternehmen, das die meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet der allgemeinen Versorgung beliefert.

Grundversorger im Gasnetzgebiet der DREWAG NETZ GmbH für den Zeitraum 2019 bis 2020 war die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH. Im Jahr 2021 ist der Grundversorger für das Netzgebiet der SachsenNetze GmbH im Stadtgebiet Dresden die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH und im übrigen Netzgebiet die SachsenEnergie AG als Rechtsnachfolger der ENSO Energie Sachsen Ost AG.

Grundversorger im Gasnetzgebiet der ENSO NETZ GmbH für den Zeitraum 2019 bis 2020 war die ENSO Energie Sachsen Ost AG. Im Jahr 2021 ist der Grundversorger für das Netzgebiet der SachsenNetze HS.HD GmbH die SachsenEnergie AG als Rechtsnachfolger der ENSO Energie Sachsen Ost AG.

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    * im Auftrag der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH

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